Home

Sortiment

Bilder, Infos, Pressestimmen

Das Feuer der Renaissance
Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Schloßbergmuseum Chemnitz 2005/2006

Die Renaissancesäle der sächsischen Kurfürsten bilden einen herrlichen Rahmen für die Hommage an Georgius Agricola, der die unterirdische Welt und das Schmelzen der Metalle im Feuer der Hüttenöfen erstmals umfassend beschrieben hat. Die Ausstellung des Schloßbergmuseums Chemnitz aus Anlass des 450. Todestages Agricolas versucht den Zeitgeist zu greifen, der diesen Humanisten zu seinem natur- und technikwissenschaftlichem Werk ermutigte. Sie widmet sich der lebhaften Kommunikation zwischen den Gelehrten, die von der Natur Besitz ergriffen, um diese zu sammeln und enzyklopädisch zu erforschen. Sie widmet sich auch dem eifrigen Bemühen der Destillateure, Alchemisten und Metallurgen, es „der Natur gleich“ zu tun und deren Kräfte zu beherrschen.

Kurfürst August von Sachsens kunstvoll gestaltetes Feuerzeug erzählt beispielhaft von dem Stolz der Renaissancemenschen auf dieses Vermögen und so erhielten Präsentation und Katalog symbolhaft ihren Namen vom Feuer, von einer gebändigten Naturkraft. „Das Feuer der Renaissance“ leuchtet auf im Enthusiasmus sächsischer Humanisten, die das Geistesleben vieler Städte prägten und die miteinander über die natürlichen Dinge stritten.

Oben: Arbeiter in einer Metallschmelzhütte, Detail des Annaberger Bergaltars von Hans Hesse, um 1522/23. St. Annenkirche in Annaberg.

Darunter: Astrolabium, erste Hälfte 16. Jahrhundert. Dieses wahrscheinlich von Mönchen hergestellte Instrument gilt als spektakuläre Neuentdeckung. Stadt- und Bergbaummuseum Freiberg.

Gegenüber: Die Trinkstube im Freiberger Rathaus, Ölbild von Christop von Dölen, Freiberg 1564. Das Bild gilt als eine der ältesten Darstellungen eines Innenraumes in Sachsen. Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg.

Unten links: Musikantenfigürchen, farbig gefasste Figuren des in Chemnitz tätigen Michael Hegewald. Chemnitz ca. 1600-1620. Schloßbergmuseum Chemnitz.

Unten rechts: Die Lade der Chemnitzer Familie Neefe bewahrt zahlreiche Dokumente dieses in Sachsen beheimateten Geschlechts. Johann und Caspar Neefe waren im 16. Jahrhundert Leibärzte der sächischen Kurfürsten. Stadtarchiv Chemnitz.

   
   

zurück
Anfragen zum Buch