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A German Lady
Bertha Wehnert-Beckmann
Leben & Werk einer Fotografiepionierin


"Fotohistorische Untersuchungen dieser Art sind vom Wesen her interdisziplinär angelegt. Zu berücksichtigen sind neben der Kunst-, Literatur- und Zeitgeschichte auch Ressourcen aus dem profanen Alltagsleben. Die vorliegende Untersuchung, die sich als spannende Kulturgeschichte des Mediums im 19. Jahrhundert liest, geht über eine regionalgeschichtliche oder monografische Darstellung weit hinaus. Methodisch folgt sie einer Empirie, die sich aus der präzisen Analyse der Materialität fotografischer Verfahren und der schriftlichen Quellen herausbildet. Zu dem breit gespannten Panorama, das der Autor in lebendiger Schilderung entwirft, gehört zum einen die faktenreiche Darstellung der Anfänge der gewerblich betriebenen Daguerreotypie in Sachsen. Ebenso kenntnisreich und anschaulich wird eine Topografie der New Yorker Daguerreotypie-Atelierszene entwickelt, die neben Paris als weltweites Zentrum der damaligen Fotografie gelten kann und in der sich Bertha Wehnert-Beckmann trotz der erheblichen Konkurrenz erfolgreich behaupten konnte.
Während die Teilhabe von Fotografinnen an der Entwicklungsgeschichte der Fotografie dank mehrerer Publikationen und Ausstellungen für das Neue Sehen der 1920er Jahre eingehend untersucht worden ist, steht eine entsprechende Würdigung für das Phänomen fotografierender Frauen im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum noch aus. Ein informatives Sonderkapitel im Buch von Jochen Voigt widmet sich den ersten Fotografinnen zwischen 1839 und 1845, vor dessen Folie die Tätigkeit von Bertha Wehnert-Beckmann zusätzlich an Gestalt gewinnt. Ihre Fähigkeit, sich in einer männlich geprägten Domäne und Arbeitswelt zu behaupten, nimmt emanzipatorische Entwicklungen im 20. Jahrhundert vorweg."

Dr. Ulrich Pohlmann, Auszug aus dem Geleitwort

"Gut, dass es Jubiläen gibt. Die Geburtsstunde des Lichtbildes wird 2014 weltweit gefeiert. Und - endlich! – ist zu Ehren der in Sachsen beinahe vergessenen "German Lady" etwas Besonderes gelungen. Die große Bertha Wehnert-Beckmann-Biografie ist da.
Gr
oße Augen, stilvoll geflochtenes Haar. So ließ sich Bertha Wehnert-Beckmann gern selbst ablichten. Eins der wenigen erhaltenen Porträts aber zeigt die Fotokünstlerin eher schlicht frisiert vor einem Feuer speienden Vulkan. Jochen Voigt, seit acht Jahren im Banne dieser als energisch beschriebenen Dame, glaubt nicht an einen Zufall... Eine Frau wie ein Vulkan, der Vergleich könnte dem Fotodedektiv und Biografen, der die Wehnert-Beckmann gern wie eine gute alte Freundin "Bertha" nennt, gefallen. Keiner hat ihr Leben gründlicher erforscht, als er."

Christiane Hamann-Pönisch in "Dresdner Morgenpost" vom 11.3.2014

"Das "Große Bertha Wehnert-Beckmann-Buch", wie man es nennen könnte, versteht sich auch als Hommage an diejenigen Frauen, die schon Mitte des 19. Jahrhunderts versuchten, die geschlechtliche Gleichstellung ein Stück weit voran zubringen. Ihre auf den Ideen der Aufklärung basierenden Emanzipationsbestrebungen, welche die Gleichheit aller Menschen zum Inhalt hatten, wurden von Bertha Wehnert-Beckmann sichtbar gelebt."

A German Lady. Leben und Werk von Bertha Wehnert-Beckmann. Das Buch über eine fotografierende Powerfrau im 19. Jahrhundert, in: "PhotoAntiquaria" Nr. 118, März 2014, S. 22.

"The spectacular life work of the first female professional photographer in Europe has come to a clear shape in this carefully researched book that is equipped with hundreds of excellent pictures. The author has managed to present not only the photographic achievements of Bertha Wehnert-Beckmann in the best way, but at the same time, to illuminate the circumstances under which it was created. He uncovers the significant role Wehnert-Beckmann has played not only in Germany, but in American photographic history as well.
Therefore, the book can be described as "an exciting cultural history of photography in the 19th Century" - photo historian Ulrich Pohlmann, Munich.
The author of the book, Mr. Jochen Voigt from Chemnitz, Saxony, Germany, is a conservator and photo historian and has been active for 25 years. Voigt is teaching applied arts at the 'Westsächsischen Hochschule Zwickau'. He is the author of several books related to photography. Most related to the current book are Der gefrorene Augenblick. Daguerreotypie in Sachsen 1839-1860, the result of a cooperation of four Saxon museums in 2004, and Spiegelbilder from 2007, introducing the reader into the world of European and American portrait daguerreotyping.

www.daguerreobase.org, Rubrik "News", April 2014

"Die Quellforschung der frühen Fotografie dürfte weitgehend abgeschlossen sein, und in der entsprechenden Literatur scheint die Geschichte der Fotografie lückenlos dokumentiert. Und nun kommt ein 400 Seiten dicker und zwei Kilo schwerer Prachtsband daher und enthüllt mit über 340 seltenen Abbildungen das Schaffen der ersten Fotografin in Deutschland: Bertha Wehnert-Beckmann.
Dass sie in der europäischen Geschichtsschreibung weitgehend übersehen wurde, hängt auch damit zusammen, dass den westlichen Fotohistorikern nach dem Zweiten Weltkrieg die Archive in der damaligen Ostzone praktisch unzugänglich waren, wo ein grosser Schatz einer unbekannten Fotografin schlummerte.
Dieser Schatz wird nun im jüngsten Werk von Jochen Voigt aus der Versenkung geholt. Das Buch zeigt nicht nur das spannende Leben der ersten Fotografin Deutschlands auf und dokumentiert ihr fotografisches Schaffen mit einer repräsentativen Bildauswahl, sondern es gibt gleichsam ein Stimmungsbild der fotografischen Anfänge wieder, in dem der Autor auf die Komplexität der damaligen Fotoverfahren, der Daguerreotypie, der Talbotypie und der Kollodiumfotografie bis hin zu den populären Carte-de visites-Bildern, eingeht. Weiter schildert er auch auf interessante Weise das berufliche Umfeld von Bertha Wehnert-Beckmann mit einer Vielzahl berühmter Fotografennamen im In-und Ausland."

Urs Tillmanns auf "www.fotointern.ch", Rubrik Bücher, April 2014

"Zu würdigen ist außerdem der enorme Aufwand, den Voigt betrieben hat, die problematischen Vorlagen zu reproduzieren. Spiegelnde und partiell verfärbte Daguerreotypien in druckbare Qualität zu bringen, ist ebenso kompliziert wie die Wiedergabe von Negativen aus gewachstem Papier. Die Mühe hat sich gelohnt. "A German Lady" ist das umfassende Lebensbild einer Leipzigerin, deren Wiederentdeckung ein wichtiger Baustein des lokalen Selbstverständnisses ist."

Dr. Jens Kassner in "Leipziger Volkszeitung", 23. April 2014

"Der Bildband ist schwer. 400 Seiten voller Entdeckungen über eine Frau, die eine Wegbereiterin auf vielen Gebieten war und doch in Vergessenheit geriet: Bertha Wehnert-Beckmann.
Ein Mann hat sie und ihre Verdienste nun zurückgeholt und dabei unglaubliche Entdeckungen gemacht. "Bei der weltweiten Recherche hat sich mir ein Kosmos eröffnet. Diese Frau war wirklich unglaublich" schwärmt Jochen Voigt, Autor und Professor an der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg. Acht Jahre recherchierte er auf den Wegen von Bertha Wehnert-Beckmann und diese waren für eine Frau des 19. Jahrhunderts ganz schön weitläufig."

Grit Striezel in "Freie Presse" vom 26. April 2014


"... ein regelrechtes biographisches Wunderwerk"

Andreas Platthaus in "FAZ" vom 24.1.2015


Voigts "Buch ist eine Pionierarbeit über eine Pionierin der Fotografie. Wie im Entwickler langsam die Konturen einer Aufnahme sichtbar werden, so macht Voigt bislang unbekannte Konturen einer außergewöhnlichen Frau sichtbar - der ersten Fotografin der Welt."

Udo Lemke in "Sächsische Zeitung" vom 24.1.2015

Oben: Porträt einer Frau mit Mädchen, Daguerreotypie um 1848, Deutsches Museum München

Darunter: Junge Frau mit Fächer, Salzpapierabzug von einem Kollodiumnegativ, 1860er Jahre, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Gegenüber: Porträt Bertha Wehnert-Beckmann mit ihren Objektiven, New York 1850, Kalotypie, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.

Unten links: Porträt eines Jungen, Albuminabzug von einem Kollodiumnegativ, 1860er Jahre, Privatbesitz

Unten rechts:Porträt des sächsischen Kronprinzen Albert, Daguerreotypie, 1850er Jahre, Deutsches Museum München.

   
   

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